Stabiler und bequemer Wanderschuh
VORTEILE
- Wasserdicht, Atmungsaktiv
- vorgeformte Innensohle mit außen hochgehendem Rand
- Schlichtes Design
- Sohle sehr griffig in weichem Boden/Matsch/Schnee
NACHTEILE
- Schwer
- einfaches Schnürsystem
- Sohlenprofil nicht selbstreinigend
- Mangelnde Performance
BEWERTUNG
Die Schuhe wurden vor allem bei Läufen im Gelände, aber auch bei leichten Wanderungen und Spaziergängen verwendet. Untergrund: Asphalt, Feld-/Forstwege, Matsch, Schnee.

Erster Eindruck: bequemer Schuh, in dem der Fuß sofort gut sitzt. Die herausnehmbare Sohle ist an Rändern nach oben gezogen, so dass der Fuß recht stabil fixiert wird ohne zu drücken.

Das Schnürsystem besteht aus normalen Glattschuhbändern.

Der Schuh wirkt sehr schmal geschnitten. Die braune Farbe mit wenigen farbigen Akzenten wirkt unauffällig aber gefällig. Insgesamt ist das Design zusammen mit der hellen Sohle aber stimmig. Insbesondere da ich bei Columbia eher „altbackenes“ Design im Kopf habe, was natürlich kein Kriterium für Qualität oder Funktionalität ist.
Performance: spricht wieder gegen den Begriff Trailrunner, weil der Schuh zu „langsam“ ist. Stabil ja, aber schlecht schnell und definitiv nicht dynamisch zu laufen.
Auch während des Laufens im Gelände zeigt sich, dass der Schuh recht stabil ist. Die Sohle lässt sich aber leicht drehen. Die Anfälligkeit für Torsion ist in unwegsamem Gelände relativ hoch, so dass er für extreme Gelände nicht so gut geeignet ist. Für längere Läufe, vor allem auch auf Asphalt für meinen Geschmack etwas zu hart. Im Gelände hervorragend mit sehr griffiger Sohle. Bei weichem, matschigem Untergrund greift das Profil sehr gut. Hier zeigt sich aber auch ein großer Nachteil. Der Schuh hat kein Profil mit „selbstreinigender Sohle“, sondern alles bleibt in der Sohle hängen.

Bei Laufpassagen in matschigem Terrain wurde der Schuh immer schwerer und die Sohle immer dicker, so dass ich sie erstmal reinigen musste. Als Vergleich habe ich Sohlen drei anderer Trailrunner im Bild festgehalten (von links Columbia Caldorado, Adidas Terrex, Salomon SpeedCross, Adidas Ultraboost).


Die Schuhbänder haben den Nachteil, da sich der Knoten relativ leicht löst. Man muss also über der Schleife einen Knoten machen. Die Schuhbänder lassen sich nicht verstauen, so dass die Schleife offen liegt. Das ist bei anderen Firmen mit Schnellschnürsystem (z.B. bei Adidas) und Taschen (z.B. bei Salomon) besser gelöst.
Bei kurzen Läufen ist die Sohle noch ok. Für Asphalt aber nicht zu empfehlen, da keine Dämpfung vorhanden ist. Außerdem ist die Sohle im Vergleich zum Oberbau relativ breit. Vergleich siehe Foto. Dadurch wirkt der Lauf relativ unelegant. Ich hatte bei andauerndem Laufen das Gefühl, wie ein Elefant aufzustampfen.
Auch bei miesem Wetter kein Eindringen von Wasser feststellbar. Das Material ist gut abwaschbar. Ist allerdings Dreck in die Poren eingedrungen, ist es etwas mühseliger diesen zu entfernen. Die Sohle kann zum Auslüften herausgenommen werden. Der Schuh ist gut gepolstert. Wenn Wasser von oben eindringt, hat dies zwei Folgen: der Schuh hält das Wasser hervorragend, vor allem auch, weil sich de Polster vollsaugen, so dass das Gewicht plötzlich doppelt so hoch ist. Das Trocknen dauert sehr lange.
Verwendung: Stabiler Schuh für weiches Gelände, dessen Stärken durch seine Stabilität und Bequemlichkeit bei moderaten Freizeitaktivitäten liegen. Ich würde ihn nicht als Trailrunner sondern als leichten Wanderschuh oder Speed-Hiker bezeichnen. Gegen einen Trailrunner sprechen das relativ hohe Gewicht und die mangelnde Performance.
Kaufempfehlung: als Trailrunner bedingt, als leichten Wander- und Freizeitschuh ja





